Bachblüten sind nicht etwa, wie der Name vermuten lässt, Blüten die an einem Bach wachsen. Der Name geht auf ihren Entdecker, den britischen Arzt Dr. Edward Bach (1886-1936) zurück. Im Alter von 20 Jahren begann er sein Medizinstudium und legte 1913 am University College Hospital in London sein Examen ab. 1914 erhielt er seine Approbation. Während seiner Studien war ihm aufgefallen, dass trotz gleicher Symptome bei verschiedenen Patienten nicht immer das gleiche Medikament hilft. Er kam daher zu dem Schluss, dass die Persönlichkeit des Menschen für den Erfolg einer Therapie genauso wichtig ist, wie die körperliche Symptomatik.

Gleiche Wirkungsweise von Homöopathie und Bachblüten

1917 erkrankte Edward Bach schwer an einem bösartigen Milztumor. Doch sein unbändiger Überlebenswille und sein festes Ziel, anderen Menschen helfen zu wollen, ließen ihn die Krankheit überwinden. Von 1920 an führte Edward Bach eine gut besuchte Allgemeinarztpraxis in der Londoner Harley Street. Die Ergebnisse seiner symptomatischen Behandlungen befriedigten ihn jedoch nicht. Deshalb arbeitete er einige Zeit an einem bakteriologischen Institut und nahm später eine Stelle an einem homöopatischen Krankenhaus an. Dort befasste er sich mit den Ideen des Homöopathen Samuel Hahnemann, denn diese stimmten mit seinen Entdeckungen weitgehend überein. Bei Beiden geht es um die feinstoffliche Wirkung der kleinen weißen Kügelchen (Globuli) und Blütenessenzen.

Die Entwicklung der Bachblütentherapie

Um mehr Zeit für die Entwicklung seiner naturkundlichen Heilverfahren zu haben, gab er 1930 seine Londoner Praxis auf. Er zog sich in eine ländliche Umgebung zurück und durchstreifte stundenlang alleine die Wälder und Wiesen von Wales. Bach war der Überzeugung, dass die Ursache jeglicher Krankheit in der emotionalen, seelischen, und spirituellen Ebene zu finden ist, lange bevor die Krankheit ausbricht. Er machte für die Krankheitsursachen solche Eigenschaften verantwortlich, wie Selbstsucht, Stolz, Hass, Gier, Unkenntnis und Unausgewogenheit. Daraus entstehende Gemütszustände teilte er in sieben Hauptgruppen ein: Mutlosigkeit und Verzweiflung, zu starke Sorgen um Andere, Einsamkeit, Angst, Unsicherheit und mangelnde Abgrenzungsfähigkeit. Davon ausgehend entwickelte Edward Bach 38 Persönlichkeitstypen und wählte intuitiv 38 Blüten aus, in denen sich diese negativen Eigenschaften widerspiegeln. Die Schulmedizin hat die Wirkung von Bachblüten noch nicht bestätigt, aber auch noch nicht widerlegt.

Körper und Seele bilden eine Einheit. Man sollte weder seelische noch körperliche Symptome einer Erkrankung unberücksichtigt lassen. Die beste Heilung ist eine ganzheitliche Heilung von Körper, Geist und Seele unter Mitwirkung des Patienten.