Der Acker-Schachtelhalm gehört mit zu den ältesten Heilpflanzen, die urkundlich erwähnt wurden. Bereits im Altertum wurde der Acker-Schachtelhalm, lat. Equisetum arvense L., sehr geschätzt, geriet dann einige Zeit in Vergessenheit bis ihn Sebastian Kneipp wieder in Erinnerung brachte. Der Acker-Schachtelhalm gehört zur Familie der Schachtelhalme, lat. Equisetopsida, und wird auch gerne als Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut bezeichnet. Die enthaltenen Kieselsäurekristalle wurden eine Zeit lang als Putzmittel sehr geschätzt, um Gegenstände aus Zinn zu säubern. Aus dieser Verwendung leitet sich auch ein Teil seiner Bezeichnungen ab. Der Acker-Schachtelhalm ist heute in ganz Europa verbreitet und auch in Asien und Nordamerika beheimatet. Zur medizinischen Verwendung werden Importe aus China verwendet.

Medizinische Verwendung des Acker-Schachtelhalms

Zur medizinischen Verwendung werden die oberen Pflanzenteile (lat.Herb. equiseti) angewendet. Die geernteten Triebe werden an der Luft getrocknet und zerschnitten. In Apotheken werden sie unter der Bezeichnung Equiseti herba verkauft. Den mengenmäßig größten Anteil der mineralischen Bestandteile machen die Kieselsäure und die Kaliumsalze aus. Zur Förderung der Harnausscheidung ist die Wirksamkeit des Acker-Schachtelhalmes klinisch bestätigt. Daneben soll das Heilkraut gegen Nierensteine helfen, bei Entzündungen der ableitenden Harnwege und bei Blasenleiden Linderung verschaffen. Auch bei Hustenleiden soll der Acker-Schachtelhalm gute Dienste leisten. Es kann weiterhin bei Rheuma und Gicht eingesetzt werden. Innerlich kann der Acker-Schachtelhalm als Teezubereitung angewendet werden, zur äußerlichen Behandlung zur Förderung der Wundheilung und bei Schwellungen von Knochenbrüchen werden Umschläge verwendet. Der Kieselsäure wird eine positive Wirkung auf die Haut, Haare und Nägel zugeschrieben. Diese Wirkung entstammt noch alten Gebräuchen, ist klinisch aber nicht belegt.

Hinweise zur Anwendung

Bei Säuglingen und Kindern sollte das Kraut nicht ohne ärztliche Absprache angewendet werden. Bei einer Durchspülungstherapie zur Behandlung entzündeter Harnwege sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Unklare Krankheitsbilder sind nicht zu behandeln, dazu sollten Sie einen Arzt aufsuchen.