Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus L.) wurde zuerst von Hildegard von Bingen als Heilpflanze aufgeführt. Die Heidelbeere gehört zur Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und wächst in Europa in lichten Wäldern sowie im Gebirge. Die reifen blauroten Früchte können von Juli bis August gesammelt werden. Sie wachsen an einem kleinen Halbstrauch. Die Blätter sind eiförmig, die Blüten erscheinen von Mai bis Juni. Auch heute noch kann man im Sommer beim Spazierengehen auf größere Ansammlungen von Heidelbeersträuchern stoßen.
Inhaltsstoffe der Heidelbeere
Die Heidelbeere ist eine äußerst gesunde Pflanze, deren Früchte sehr viel Pektin enthält. Zudem ist ein hoher Gehalt an Vitamin C enthalten. Als weitere Inhaltsstoffe können Gerbstoffe, Glykosid Arbutin, Myrtillin, Neomyrtillin, Vacciniin, Hydrochinon, Chinasäure sowie organische Säuren genannt werden.
Wirkung der Heidelbeere
Die Heidelbeere wirkt antibakteriell und entzündungswidrig und hat positive Wirkung bei Problemen der Mund- und Rachenschleimhaut. Dazu werden die getrockneten Heidelbeeren einfach gekaut. Auch als Tinktur oder Pulver wird die Heidelbeere äußerlich bei Ekzemen, Bartflechten, schlecht heilenden Geschwüren und juckenden Hautausschlägen angewendet. Leichte Formen der Diabetes werden durch Heidelbeerblättertee gelindert. Dabei darf dieser Tee nicht über einen längeren Zeitraum getrunken werden, weil die Glykoside in den Blättern zu leichten Vergiftungen führen können. Am besten greift man hier auf Heidelbeerblätter in vorgefertigten Teemischungen zurück. Bei Kindern, die unter Verdauungsstörungen leiden, hilft die Heidelbeere, ebenso wie bei Durchfall.
Volkstümliche Namen
Die Heidelbeere ist ebenfalls unter den Namen Blaubeere, Schwarzbeere, Schwarze Beere, Bickbeere, Hasenbeere, Mostbeere, schwarze Besinge, Waldbeere, Heedelbeere, Hällbeere, Heidel, Angelbeere, Mombeere und Mehlbeere im Volksmund bekannt.
Die Heidelbeeren sind sehr lecker, und wenn man sie in der Natur findet, möchte man sie am liebsten sofort aufessen. Doch davon wird dringend abgeraten, denn es können sich darauf möglicherweise Fuchsbandwurm-Eier befinden. Daher erst waschen, dann verspeisen!
