Aus der Leinpflanze (Linum usitatissimum) werden die wertvollen Leinsamen (Lini semen) gesammelt und zu hochwertigem Leinsamenöl verarbeitet. Kaum ein anderes Öl ist so reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie das Leinsamenöl. Es duftet würzig und leicht nussig und so schmeckt das Öl auch. Je nach Anbaugebiet kann das Leinsamenöl auch leicht nach Heu schmecken.

Inhaltsstoffe des Leinsamens

Leinsamen sind reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren, darunter einem hohen Anteil Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Außerdem enthalten Leinsamen hochwertige Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Schleimstoffe. Dazu haben sie eine hohe Bedeutung bei der Behandlung von Verstopfungen und gelten als eines der hochwertigsten diätischen Nahrungsergänzungsmitteln.

Wirkung des Leinsamenöl

Die in den Samen enthaltenen Schleimstoffe quellen nach der Einnahme mit ausreichend Wasser auf und regen so die Darmtätigkeit an. Neben der natürlichen Wirkung bei Verstopfung werden dem Körper gleichzeitig die wertvollen Inhaltsstoffe zugeführt. So hat der Leinsamen nicht nur eine nützliche, sondern gleichzeitig auch eine äußerst gesunde Wirkung. Verwendet man zerkleinerte Leinsamen, werden die Inhaltsstoffe sehr viel schneller freigesetzt und dem Körper zugeführt. Leinsamenöl ergänzt die Küche um ein wertvolles und äußerst gesundes Speiseöl. Leinsamen lassen sich in verschiedenen Zubereitungen auch äußerlich gegen oberflächliche Verletzungen der Haut verarbeiten.

Anwendung der Leinsamen

Zur Stuhlregulierung nimmt man morgens und abends jeweils 2 Esslöffel geschrotete Leinsamen mit ¼ Liter Wasser ein. Leinsamentee: 2 Teelöffel der Leinsamen mit ¼ Liter Wasser übergießen und kurz aufkochen. Die Zubereitung 20 Minuten ziehen lassen und abseihen. Umschläge bei äußeren Verletzungen der Haut: 2 Esslöffel Leinsamen mit ½ Liter Wasser übergießen und kurz aufkochen. 3 Minuten auf dem Herd kochen lassen, ist die Zubereitung abgekühlt ein sauberes Tuch darin tränken und auf die Hautstelle auflegen. Umschlag mehrmals täglich wechseln. Kompressen: Einige Löffel Leinsamen mit Wasser aufgießen und den Brei unter Rühren zum Kochen bringen. Etwa fingerdick auf ein Tuch streichen und auf die Haut legen.

Hinweise

Leinsamen sollen nicht eingenommen werden, wenn Medikamente gegen Durchfall eingenommen werden. Nicht anwenden bei Darmverschluss, Schluckbeschwerden oder anderen akuten entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darmbereich. Anhaltende Beschwerden (Verstopfung) nach der Einnahme von einem Arzt kontrollieren lassen.