Die Linde gehört zur Familie der Lindengewächse (Tiliaceae) und ist auch unter den Namen Steinlinde, Sommerlinde, Spät- und Waldlinde bekannt. Es handelt sich dabei um einen kräftigen, optisch sehr ansprechenden Baum, der durchaus eine Höhe von 25 bis 40 Metern erreichen kann. Die Laubblätter sind im Durchschnitt etwa zehn Zentimeter lang und zeichnen sich durch ihre langen Stiele und die leicht asymmetrische Form aus. Die Blütenstände setzen sich aus etwa fünf bis fünfzehn einzelnen Blüten zusammen und verströmen einen angenehm leichten, süßlichen Duft. Die Linde kommt sowohl in Spanien, Frankreich, England und Schweden, als auch in Norwegen sowie in einigen russischen Gefilden vor. Darüber hinaus findet man die Gewächsart hin und wieder auch in Österreich, in den Balkanregionen, in Polen oder in nördlichen Gebieten Italiens. Für die Verwendung als Heilpflanze eignen sich die ganzen, getrockneten Blütenstände. Diese werden entweder in Teeform, als Elixier oder in Cremes und Lotionen dargereicht.

Inhaltsstoffe der Linde

Wichtigste Inhaltsstoffe der Tilia sind Flavonoide, Kämpferol, Quercetin bzw. Isoquercitrin, Hyperosid, Rutin, Afzelin, Tilirisid, Phenylpropane, Monoterpene, Catechin, Schleim- und Gerbstoffe sowie Astragalin.

Anwendungsformen der Linde

Der Tee aus der Lindenblüte ist zwar leicht aromatisch, dafür dennoch sehr geschmackvoll. Wer das Heißgetränk in kleinen Schlucken genießt, wird überdies einen leicht schleimigen, angenehm süßen Geruch feststellen. Besonders in Verbindung mit Honig ist der Tee ein echter Genuss. Fachleuten gemäß weist die Droge zwar eine gewisse, schweißtreibende Wirkung auf, obwohl keiner der vorgenannten Inhaltsstoffe speziell hierfür verantwortlich gemacht werden kann. Folglich geht man schlicht und einfach davon aus, dass der schweißtreibende Effekt hauptsächlich durch die Flüssigkeitszufuhr beim Teetrinken an sich hervorgerufen wird und so besonders bei Erkältungskrankheiten wirksam ist. Gicht, Rheuma oder Verdauungsbeschwerden können ebenfalls mit den Wirkstoffen der Linde behandelt werden.

Lindenblüten – Tilia flos

Linden sind seit jeher als große Schattenspender bekannt. In der Naturheilkunde freut man sich überwiegend über die heilende Wirkung der Lindenblüten (lat. Tilia Flos). Besonders bei Grippe und bei fieberhaften Infekten finden Lindenblütenblätter ihre Bestimmung.

Anwendungsmöglichkeiten der Lindenblüten

Ein jeder, der Lindenblüten als Tee zu sich nehmen möchte, sollte pro Tag höchstens zwei bis vier Gramm täglich genießen. Hierfür kann ein Teelöffel mit kochendem Wasser übergossen und nach fünf bis zehn Minuten in kleinen Schlucken getrunken werden. Oder man übergießt die getrockneten Lindenblüten mit kaltem Wasser und lässt sie sodann ganz kurz aufkochen. Auch hier empfiehlt es sich, nicht länger als fünf bis zehn Minuten zu warten, und das Gemisch durch ein Sieb zu geben.

Wirkungsweise der Lindenblüten

Sowohl der Geruch des Tees, als auch der Geschmack bestechen durch das leichte Aroma und die süße, leicht eigenwillige Note. Besonders vor dem Zubettgehen bietet es sich geradezu an, eine Tasse des heißen Getränkes zu genießen. In diesem Zusammenhang sollte vor allem die leicht schweißtreibende Wirkung ausgenutzt werden. Darüber hinaus wird den Lindenblüten auch ein leicht sedierender (beruhigender) Effekt zugeschrieben, sodass Erkältungsbeschwerden oder grippale Infekte geradezu über Nacht im Schlaf auskuriert oder zumindest gemildert werden können.