Der Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in mehr als 1100 Arten in zahlreichen Regionen existent. Vor allem in asiatischen Gefilden kommen unterschiedliche Salvia-Varianten vor. So wurden bis dato etwa 85 Arten allein in China gezählt. Die hierzulande wachsende Salbeipflanze, der Wiesensalbei, enthält dahingegen nur einen sehr geringen Anteil ätherischen Öls und ist demzufolge für gesundheitsfördernde Zwecke nur sehr bedingt von Belang. Der Echte Salbei wiederum wird seit vielen Jahrhunderten als eine überaus vielseitig verwendbare Pflanze geschätzt, die sich noch dazu durch ihr attraktives Äußeres in besonderer Weise auszeichnet. So ist außerdem auch die Grundbedeutung des lateinischen Namens der Pflanze gewissermaßen „Programm“: der Begriff Salvia steht für „heilen“ und macht bedingt dadurch bereits deutlich, wie bemerkenswert die Heilkraft des Krautes an sich ist. Das in der Pflanze enthaltene ätherische Öl macht es möglich. Weitere Namen des Salbeis sind u. a. Altweiberschmecken, Edelsalbei, Echter Salbei, Garten-Salbei, Gschmackblatteln, Königssalbei, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut, Sälvel, Salf, Salfat, Salser, Scharleikraut, Selve, Zaffe, Zuffen oder Zupfblatteln.

Inhaltsstoffe des Salbeis

Zu den nennenswerten Inhaltsstoffen des Salbeis zählen – neben dem ätherischen Öl – trizyklische Diterpene, Gerbstoffe und Flavonoide. Darüber hinaus sind die Triterpene, Steroide, Flavonglykoside, Flavone, Campher, Thujon und Cineol von Bedeutung. Interessant ist darüber hinaus zugleich, dass die im Atzteken-Salbei enthaltenen halluzinogenen Stoffe gleichermaßen wertvoll im Hinblick auf einen gesundheitsfördernden Effekt sind.

Anwendungsmöglichkeiten des Salbeis

Generell werden die Blätter, aber auch das ätherische Öl für Heilzwecke verwendet. Besonders Erkältungskrankheiten, Zahnprobleme und Gelenkbeschwerden stehen hier im Fokus. Dabei stehen sowohl die innerliche wie auch die äußerliche Verwendung im Vordergrund. Wichtig ist, dass mindestens 1,5 Prozent ätherisches Öl in den Blättern vorhanden sind. Salbeiprodukte sind in unterschiedlichster Form am Markt erhältlich. So auch alkoholische Extrakte und Lösungen oder in Form von Hustenbonbons. Diese sollten in der Schwangerschaft sowie auch während der Stillzeit nicht eingenommen bzw. verwendet werden, da die Gefahr einer Fehlgeburt droht. Bei einer Überdosierung ist auch eine Vergiftung möglich.

Weitere Darreichungsformen der Salbeiblätter

Das in den Blättern enthaltene Öl überzeugt zudem durch sein ansprechendes, frisches Aroma. Grund genug für die Industrie, diesen Aspekt zum Beispiel auch für die Herstellung schmackhafter Salbeibonbons zu nutzen. Im Übrigen sind die Blätter auch in Mundwässern und Zahnpasten enthalten, da sich der durchblutungsfördernde Effekt positiv auf das Zahnfleisch auswirkt.